Unsere Idee
Landwirtschaft ist für uns mehr als die Erzeugung von Lebensmitteln.
Sie ist Verantwortung.
Für den Boden.
Für die Tiere.
Für die Landschaft.
Für die Menschen, die hier leben und arbeiten.
Und für die Generationen, die nach uns kommen.
Unser Hof ist kein Projekt und keine Marke.
Er ist unser Zuhause.
Unser Arbeitsplatz.
Unsere Lebensaufgabe.
Alles, was hier entsteht – Gemüse, Fleisch, Eier, der Bauernhofkindergarten oder die Solawi – wächst aus diesem einen Ort heraus.
Deshalb beginnt für uns alles mit dem Hof.
Der Hof ist die Grundlage
Ein Bauernhof ist kein Hintergrund.
Er ist kein schöner Ort, an dem zufällig Gemüse wächst oder Tiere leben.
Er ist ein lebendiger Organismus.
Hier greifen Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen ineinander.
Jede Entscheidung wirkt sich auf viele andere Bereiche aus.
Wie wir wirtschaften, entscheidet darüber, wie fruchtbar unsere Böden morgen sind.
Wie wir unsere Tiere halten, prägt die Landschaft.
Wie wir mit der Natur umgehen, entscheidet darüber, was wir an kommende Generationen weitergeben.
Landwirtschaft bedeutet deshalb jeden Tag Verantwortung zu übernehmen.
Nicht alles ist planbar.
Das Wetter entscheidet mit.
Die Natur gibt den Rhythmus vor.
Manches gelingt.
Manches misslingt.
Gerade das macht Landwirtschaft für uns so wertvoll.
Lebensmittel entstehen nicht im Supermarkt
Viele Menschen haben heute kaum noch Berührungspunkte mit einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Lebensmittel erscheinen selbstverständlich.
Dabei steckt hinter jedem Salat, jedem Brot, jedem Ei und jedem Stück Fleisch unzählige Entscheidungen, tägliche Arbeit und Verantwortung.
Wir möchten diese Zusammenhänge wieder sichtbar machen.
Nicht durch romantische Bilder.
Sondern durch einen ehrlichen Einblick in unseren Alltag.
Denn wir glauben:
Wer versteht, wie Lebensmittel entstehen, begegnet ihnen mit mehr Wertschätzung.
Gemeinschaft entsteht durch Verständnis
Wir wünschen uns Menschen, die nicht nur unsere Lebensmittel kaufen.
Sondern verstehen möchten, wie sie entstehen.
Deshalb gibt es auf unserem Hof unterschiedliche Wege, mit Landwirtschaft in Beziehung zu treten.
Manche kaufen im Hofladen ein.
Andere tragen den Hof über unsere Erntegemeinschaft mit.
Wieder andere begegnen dem Hof durch den Bauernhofkindergarten.
Alle diese Wege haben dasselbe Ziel:
Landwirtschaft wieder zu etwas Persönlichem werden zu lassen.
Nicht zu einem anonymen Produkt.
Sondern zu einer Beziehung.
Warum es unseren Bauernhofkindergarten gibt
Unser Bauernhofkindergarten ist nicht auf einem Bauernhof entstanden, weil Tiere und Natur für Kinder besonders schön sind.
Er ist auf einem lebendigen Demeterbetrieb entstanden, weil wir davon überzeugt sind, dass Kinder und Landwirtschaft wieder selbstverständlich zusammengehören.
Unser Hof ist kein pädagogisch gestalteter Erlebnisort.
Er ist ein wirtschaftender Bauernhof.
Hier werden Lebensmittel erzeugt, Tiere versorgt, Böden gepflegt und jeden Tag Entscheidungen getroffen, die von Wetter, Jahreszeiten und den Bedürfnissen der Natur bestimmt werden.
Nicht der Bauernhof ist für den Kindergarten da. Der Kindergarten darf Teil eines lebendigen Bauernhofes sein.
Gerade deshalb erleben die Kinder Landwirtschaft nicht als Projekt oder Unterrichtsthema.
Sie wachsen in einen echten landwirtschaftlichen Alltag hinein.
Sie erleben, dass Kälber geboren werden, Gemüse wächst, Schafe geschoren werden, Heu gemacht werden muss und Ernten gelingen – oder manchmal auch misslingen.
Sie erleben, dass Natur nicht planbar ist und dass Verantwortung, Arbeit und Freude zusammengehören.
Für uns liegt genau darin der besondere Wert unseres Bauernhofkindergartens.
Nicht nur Kinder lernen
Was Kinder hier erleben, tragen sie mit nach Hause.
Deshalb verstehen wir unseren Bauernhofkindergarten auch als Brücke zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.
Viele Familien erleben durch ihre Kinder zum ersten Mal wieder einen echten Bauernhof.
Sie beginnen Fragen zu stellen.
Sie verstehen Zusammenhänge.
Sie erleben, warum Landwirtschaft manchmal Geduld braucht.
Warum nicht alles jederzeit verfügbar ist.
Warum Wetter, Tiere und Pflanzen den Alltag bestimmen.
Unsere Kinder besuchen keinen Bauernhof, der für sie geschaffen wurde.
Sie wachsen auf einem Bauernhof mit, der jeden Tag Landwirtschaft lebt.
So lernen nicht nur Kinder.
Auch Erwachsene entdecken Landwirtschaft neu.
Bio – eine Haltung
Wir wirtschaften nach den Grundsätzen des Demeter-Landbaus.
Nicht weil es ein Label ist.
Sondern weil diese Art der Landwirtschaft unserem Verständnis von Verantwortung entspricht.
Wir möchten Böden aufbauen statt auslaugen.
Wir möchten Tiere so halten, dass sie ihre Würde behalten.
Wir möchten Kreisläufe stärken statt sie zu ersetzen.
Wir möchten einen Hof entwickeln, der auch in Zukunft lebendig bleibt.
Unser Wunsch
Wir wünschen uns Menschen, die diesen Weg mitgehen möchten.
Nicht weil bei uns alles perfekt ist.
Landwirtschaft ist niemals perfekt.
Sie bleibt abhängig vom Wetter, von der Natur und von vielen Dingen, die wir nicht kontrollieren können.
Aber wir wünschen uns Menschen, die bereit sind, diese Wirklichkeit kennenzulernen.
Die verstehen möchten, warum manche Entscheidungen notwendig sind.
Die sich über eine gute Ernte freuen.
Und eine schwierige Saison mittragen können.
Denn Landwirtschaft lebt nicht von Perfektion.
Sie lebt von Vertrauen.
Wofür wir stehen
Wir glauben, dass gesunde Lebensmittel auf gesunden Böden wachsen.
Dass Kinder Natur nicht erklärt bekommen müssen, sondern erleben dürfen.
Dass Landwirtschaft wieder sichtbar werden muss.
Dass Verantwortung wichtiger ist als Wachstum.
Dass Gemeinschaft dort entsteht, wo Menschen Wirklichkeit teilen – nicht nur Ergebnisse.
Und wir glauben, dass ein lebendiger Bauernhof auch in Zukunft ein Ort sein kann, an dem Boden, Tiere, Pflanzen und Menschen miteinander verbunden sind.
Wir möchten Landwirtschaft nicht inszenieren. Wir möchten sie leben – und andere daran teilhaben lassen.